Exchange 2019 CU 14 und 15 können als In-Place-Update auf Exchange SE angehoben werden. Tatsächlich dauert das gar nicht mal lange – Admins sollten von etwa zwei Stunden für die Installation ausgehen.
ACHTUNG: da die Exchange-Dienste während der Installation gestoppt werden, kann natürlich niemand sein Outlook, OWA oder sonstigen Mailclient nutzen!
Die Installations-ISO lässt sich bei Microsoft herunterladen, anschliessend mounten („bereitstellen“) und über den Pfad der gemounteten CD das Setup aufrufen (z. B. F:\Setup.exe):

Nach erfolgreicher Installation einmal das System neu starten.

Über die Exchange Management Shell lässt sich per
Get-Exchangeserver | format-list name, edition, admindisplayversion
der Versionsstand ausgeben – „Version 15.2 (Build 2562.17)“ entspricht Exchange SE.

Allerdings waren bei uns nach dem Neustart fast alle Exchange-Dienste deaktiviert (!). Nach Umstellung auf „Aktiviert“ und „Starten“ per services.msc lief trotzdem noch nichts – so versagte u.a. der wichtige Exchange-Transport den Dienst, mit der Fehlermeldung:
„Der Dienst ‚Microsoft Exchange-Transport‘ auf ‚Lokaler Computer‘ konnte nicht gestartet werden.
Fehler 1068: Der Abhängigkeitsdienst oder die Abhängigkeitsgruppe konnte nicht gestartet werden.“

In den Eigenschaften des Dienstes liessen sich die Abhängigkeiten nicht einmal anzeigen, es poppte sofort ein „W32-Fehler“-Fenster auf.
Ebenso gab es eine Fehlermeldung beim Aufruf der Logs über eventvwr.msc:

In den Logs liessen sich dann aber brauchbare Verweise auf diverse weitere, noch zu aktivierende Dienste finden – kurioserweise auch der Filterverwaltungsdienst, den man aufgrund des Stichworts „Scananforderungen“ auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt mit dem Mailtransport eines Exchange-Servers in Verbindung bringt:


Nachdem so ziemlich alles an Diensten wieder aktiviert und gestartet war, was irgendwie nach Exchange klang osder in den Logs angemahnt wurde, liefen auch die Mails wieder.
Ein Problem gab es noch mit der ECP, dieses war erst nach einem
iisreset
bzw. dem manuellen Beenden und Starten des IIS per Servermanager wieder aufrufbar.
